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5 Reise-Typen, die Sie überall treffen

Welcher Reise-Typ Sind Sie?

Der Planer, die Spontane, der Einzelkämpfer, das Herdentier, der Geizhals? Diese verschiedenen Reise-Typen treffen Sie überall. Welcher Reise-Typ Sind Sie?

5 Reise-Typen, die Sie überall treffen

Wer viel reist, der kennt das: Bereits auf den ersten Blick erfasst das geübte Auge, ob der Typ im Zugabteil oder die Dame neben Ihnen im Flieger eine PlanerIn, eine Spontane, eine EinzelkämpferIn, ein Herdentier oder ein Geizhals ist. Hier kommen nun die 5 verschiedenen Reise-Typen, die Sie immer und überall auf Reisen antreffen werden. Und Tipps, wie Sie sie gegebenenfalls wieder loswerden.

Reisetyp Planer

Reise-Typ Planer: Gut organisiert mit einem Plan B.

Der Planer

Einen Menschen, der nur perfekt vorbereitet vereisen kann, erkennt man an den Schweißperlen auf der Stirn, falls der Zug oder der Flieger ein wenig verspätet einfährt oder startet. Und seien es auch nur ein paar Minuten. Er ist ein Planer. Abweichungen vom Plan sind nicht willkommen.

Wenn Sie mit einem Planer verreisen möchten, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass es zwar Zeit für Müßiggang geben wird, doch auch die ist eingeplant.

  • „Zeit für den Strand: Dienstag Vormittag von 9:00 – 12:00 Uhr.
  • Dann Essen und um 14:30 Uhr Aufführung des örtlichen Mittelaltervereins mit Ritterspielen.“
Das kann anstrengend sein. Vor allem, wenn Sie Entspannung im Urlaub suchen.

Es kann aber auch hilfreich sein. Denn ein richtiger Planer hat auch immer einen Plan B parat. Ist das Wetter mies und der Strand fällt aus, weiß der Planer, dass um die Ecke ein sehr interessantes Museum zu finden ist, in dem die Geschichte der örtlichen Trachtenkunst ausgestellt wird. Oder er kann dir sagen, dass es zu dieser Jahreszeit vormittags oft regnet und nachmittags mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 % die Sonne scheint. Also vormittags ins Museum und nachmittags an den Strand. Denn ein guter Plan ist auch immer ein wenig flexibel.

Einen Vorteil hat es jedoch noch einen Planer an seiner Seite zu haben. Denn ist der Planer auch gleichzeitig noch ein Sparfuchs, können Sie einigermaßen sicher sein, dass Sie günstig reisen werden.

Geht Ihnen die Verplanung Ihrer Urlaubszeit aber auf den Zeiger und Ihr Reisepartner entpuppt sich als pedantischer Kontrollfreak, wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben, als ein Machtwort zu sprechen. Machen Sie es aber auf die nette Art: „Ich find‘s total super, dass du dir so viel Mühe mit der Planung gegeben hast. Aber ich brauche jetzt einfach mal ein paar Tage Freiraum.“ Versteht das der Planer nicht: Seien Sie unpünktlich. Er wird dann selbst drauf kommen, dass Sie keine Lust haben, sich verplanen zu lassen und die Konsequenzen ziehen.

Reisetyp Spontan

Der spontane Reisetyp: Lässig, entspannt, dafür aber chaotisch.

Der Spontane

Spontane Menschen strahlen immer Lässigkeit aus. Während der Planer einem Herzinfarkt nahe ist, wenn ein Zug Verspätung hat, bleibt der spontane Reise-Typ gelassen. Er zückt sein Smartphone und schaut in der Reiseführer-App nach, ob es sich nicht eventuell doch lohnen würde eine Nacht länger im Ort zu bleiben. Obwohl Sie ja hier eigentlich nur umsteigen wollten. Denn am nächsten Tag fährt der Zug ja eh wieder. 

Spontane Menschen sind entspannter, lässiger aber auch oft ein wenig chaotischer. Wenn Sie mit ein wenig Chaos im Urlaub leben können, werden Sie mit dem spontanen Reise-Typen viel Spaß haben und viele Abenteuer erleben. 

Beispiel: Sie sitzen in Thailand am Strand und ein anderer Urlauber erzählt Ihnen von einer grandiosen Bucht, die jedoch auf dem Landweg nicht zu erreichen ist. Er hat grad ein Boot angemietet und fragt Sie: Kommen Sie für zwei Tage mit? Ein Planer würde bei Schnappatmung ablehnen. Der spontane Reisetyp ist auf jeden Fall dabei. Das Abenteuer wartet.

Spontanität ist toll

Spontane Trips sind keine Wunschreise, dafür aber voller Abenteuer.

Spontanität ist eine tolle Sache. Doch sollte dem spontanen Reisetypen immer auch ein Mensch zur Seite stehen, der mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht und dem sein gesunder Menschenverstand nicht abhandengekommen ist. Spontane Reise-Typen gehen eventuell mal ein Risiko zu viel ein. „Holzauge sei wachsam!“ ist die Devise. Oder auch „Safety first“. 

Ist Ihnen Ihr Reisepartner jedoch zu spontan oder sprunghaft, dann treten Sie ab und zu mal auf die Bremse. Sie müssen ja nicht gleich zur Spaßbremse mutieren. Aber es ist ja auch Ihr Urlaub und auch Sie haben sich ein wenig Entspannung und eine Auszeit verdient. Wenn der Urlaub dazu verkommt, immer nur dem nächsten Abenteuer hinterher zu hecheln, dann läuft etwas falsch. 

Wer jetzt denkt, dass spontan ein anderes Wort für „unzuverlässig“ ist, dem sei gesagt: Suchen Sie sich einen anderen Reisepartner. Ein Mittelding aus Spontanität und Planungsfreak wäre genau das Richtige für Sie.

 

reisetyp-einzelkaempfer

Reisetyp Einzelkämpfer: Zieht gern alleine durch die Welt, sucht jedoch auch Anerkennung und Bewunderung.

Der Einzelkämpfer

Einzelkämpfer sehen sich gern als einsamer Wolf in den Weiten der Prärie. Oft trifft man diese Art von Reise-Typen auf Interrail-Touren, in der Wildnis oder irgendwo in Secret oder Lost Places. Auf jeden Fall nicht auf Pauschalreisen in die All-Inklusive-Hotelanlage mit hohen Zäunen als Schutz gegen die Eingeborenen. Das ist nichts für den Einzelkämpfer. 

Der hält das grad mal einen Tag am Pool mit einem Buch über die philosophische Betrachtungsweise des Reisens auf metaphysischen Ebenen aus. Danach bekommt er unruhige Beine, klettert über den Zaun und schwingt sich mit einem „Geronimooooo“-Ruf an einer Liane direkt in die Wildnis. So einen Menschen kann man nicht aufhalten. Als Reisepartner denkbar ungeeignet. Es sei denn, Sie sind genauso ein Einzelkämpfer.

So können Sie sich immer noch im Team durch den Dschungel kämpfen. Denn einige Sachen funktionieren nur im Team. Das Team bietet Sicherheit. Und wenn die Zeit gekommen ist, zieht jeder wieder allein seine Bahnen. 

Wie schafft man es, einen Einzelkämpfer zumindest für eine gewisse Zeit an sich zu binden? Ganz einfach: Einsame Wölfe heulen gern. Lassen Sie ihn seine Geschichten erzählen, fragen Sie ihn nach seinen Erfahrungen. Hängen Sie an seinen Lippen. Und er wird Sie gewähren lassen. 

Denn so einsam es die meisten Einzelkämpfer auch mögen – sie sind immer auch ein wenig auf Anerkennung und Bewunderung aus. Und die können Sie ihnen geben. Versuchen Sie jedoch einen Einzelkämpfer nie an sich zu binden. Das geht in die Hose und Sie stehen ganz allein da. Geben Sie ihm auch Freiräume.

 

 

 

reisetyp-herdentier

Reisetyp Herdentier: Nie allein unterwegs, aber passt gut auf seine Begleiter auf.

Das Herdentier

Der Herdentier-Reisetyp tritt in … Herden auf. Reisegruppen. Bus-Touristen. Mit einer deutschsprachigen Reiseleitung, die mit einem erhobenen Regenschirm den Marschtakt vorgibt. Das muss nichts Schlechtes sein. Die Gruppe bietet Sicherheit. Ähnlich wie bei einem Sardinen-Schwarm, fällt es dem Raubfisch schwerer, einzelne Fische zu attackieren. Der Raubfisch ist der Taschendieb, der Gruppenreisende die Sardine. Man passt gegenseitig auf sich auf. 

Viele Herdentiere sind eher ängstliche Menschen, die nicht viel mit sich allein anfangen können. Das krasse Gegenteil vom Einzelkämpfer.

Beispiel: Sie sitzen mit Begleitung in Paris im Café des Deux Moulins und: Wumm sitzt sie da. Ein Nervenbündel, dass Ihnen erzählt, wie toll sie den Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ gefunden hat und ob Sie dann später mit ihr ins Art-House Kino kommen, um den Film im französischen Originalton anzuschauen.

Da müssen Sie schnell reagieren. Entweder nehmen Sie dem Herdentier an, oder Sie verwickeln Andere in ein Gespräch, begeistern diese für das Arthouse Kino, stellen denen das Herdentier vor und seilen sich selbst ab.




reisetyp-geizhals

Der Geizhals: Er ist loyal, spart viel und reist manchmal auf Kosten anderer.

Der Geizhals

Sicher: Aufs Geld zu achten – und vor allem im Urlaub – ist eine gute Sache. 

Nichts ist ärgerlicher, als wenn einem zur Hälfte des Urlaubs die Kohle ausgeht. Dann wird Schmalhans Küchenmeister und der Urlaub trist und öde. Schlimm wird es aber dann, wenn aus einem Sparfuchs ein Geizhals – oder noch schlimmer – ein Schnorrer wird. 

Den Geizhals erkennen Sie daran, dass er oder sie dazu tendiert, alles eine Nummer kleiner zu machen – eben nicht die Pizza in der Trattoria am Strand, sondern am Stand an der Straßenecke zu ordern.

Als Mietwagen reicht ein altersschwacher Kleinwagen ohne Klimaanlage, anstatt einem komfortablen Mittelklassewagen mit Navi. 

Und wer braucht schon ein Hotel mit Wellness-Bereich, wenn man kostengünstig bei einem Bed-and-Breakfast übernachten kann und den Strand als Wellness-Bereich ansieht? 

Das ist auch alles richtig und hat gute Gründe, dass man es so machen kann. Kann. Nicht muss. Denn im Urlaub muss man auch mal über die Stränge schlagen und darf sich etwas leisten, was man sich sonst im Alltag daheim nicht leisten würde. 

Schnorrer haben grundsätzlich immer ihren Geldbeutel vergessen, wenn es ans Bezahlen geht, oder passen diesen Zeitpunkt perfekt ab und verschwinden auf der Toilette. 

Besonders gewiefte Schnorrer sagen bei der Essensbestellung „Ich habe keinen Appetit. Ich bestelle nichts.“ Dann kommt das Essen und dann sagen sie: „Das sieht ja alles so lecker aus. Darf ich mal bei dir probieren?“ Schnell ist dann plötzlich ein weiterer Teller am Tisch und deine 50cm Pizza ist nur noch 30 cm groß. 

Was da hilft? Ein striktes: „Nein.“ Oder beim Losziehen sicherstellen, dass der Geizhals eh seinen Geldbeutel eingepackt hat.

Jetzt kennen Sie sie – die 5 häufigsten Reise-Typen und wissen, wie Sie mit ihnen umgehen können. 

Vielleicht erkennen Sie sich auch irgendwo wieder? In erster Linie gilt beim Reisen – wie auch beim restlichen Leben: Leben und leben lassen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Solange einer dieser 5 Reise-Typen Ihnen den Urlaub nicht vermiest, können Sie ihn oder sie gewähren lassen. Aber: Es ist Ihr Urlaub. Ihre Auszeit. Ihre Zeit für Regeneration und Abstand zum Alltag.

Lassen Sie sich das nicht durch übertriebenes Sparen, Einzelkämpfertum, Verplanen, Kletten oder durch gewolltes Chaos verderben.

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