Wintermärchen Weihnachtskuchen

Als der Weihnachtsmann die Äpfel brachte

Früher war alles anders. Den Satz haben Sie bestimmt schon öfter von Ihrer eigenen Oma gehört, aber manchmal stimmt er wirklich. Wie bei meiner ersten Begegnung mit dem Weihnachtsmann vor vielen, vielen Jahren, als es noch nicht so viele Geschenke gab.


Damals gab es nichts Schöneres, als gemeinsam mit der Familie einen großen Apfelkuchen zu backen. Und ein Korb voller Äpfel unter dem Christbaum war das größte Geschenk.


Doch einmal sollte alles anders kommen. Die Landschaft war bereits tief verschneit, als uns meine Mutter eines Abends in die Stube holte, und uns sagte, dass es dieses Jahr nicht genug Äpfel für einen Kuchen gab.

Wir waren furchtbar traurig. Doch noch in der gleichen Nacht sollte etwas Wunderbares geschehen. Von einem Rumpeln aufgeweckt, schlichen wir ins Wohnzimmer und trauten unseren Augen nicht: Vor dem Baum stand ein riesiger Korb voll mit Äpfeln und wir sahen gerade noch, wie die Mütze des Weihnachtsmanns durch das Fenster in die dunkle Nacht verschwand...

Dieses Weihnachten war das schönste, das wir je hatten. Bis heute weiß ich nicht, wer uns in jener Nacht die Äpfel gebracht hat – und ob nicht doch ein richtiger Weihnachtsmann seine Finger im Spiel hatte ..


Aber glauben Sie mir, eines weiß ich seit jener Nacht ganz, ganz sicher: Dass es kein größeres Geschenk als die eigene Familie gibt.


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Wintermärchen Weihnachtsbaum

Wie der Baum ins Haus kam

Jedes Jahr, bevor das Christkind uns Geschenke bringt, gehen mein Papa und ich einen Weihnachtsbaum holen. Dafür fahren wir zu einem ganz bestimmten Stand, der viele Bäume hat und suchen einen aus. Meine Mama bereitet zu Hause das Essen vor, und wenn wir zurück sind, schmücken wir den Baum gemeinsam.
Dieses Jahr freuten wir uns besonders, weil meine kleine Schwester endlich alt genug war, um mit uns mitkommen zu dürfen.

Wir wussten auch schon ganz genau, wie unser Baum aussehen sollte! Ich wollte den größten und meine Schwester den schönsten Baum haben.

Ich war schon längst in meinen dicksten Schal eingewickelt – aber meine Schwester brauchte etwas länger zum Anziehen, und so waren wir etwas später dran als sonst. Als wir zu dem Platz kamen, wo wir immer unseren Weihnachtsbaum kaufen, waren alle Bäume weg und wir mussten weitersuchen.

Ich begann mir gerade etwas Sorgen zu machen, ob wir es auch rechtzeitig zur Bescherung wieder zu Hause sein würden, als wir an einem Waldstück vorbei fuhren und meine Schwester plötzlich rief: „Schaut mal! Da!

Wir blieben stehen, stiegen aus dem Auto aus und gingen ein kleines Stückchen in den Wald hinein. Es war schon finster und man hörte seltsames Rascheln und Äste knackten. Ich glaube, meine kleine Schwester hat sich schrecklich gefürchtet!

Schließlich erreichten wir einen Baumstumpf und daneben lag ein abgebrochener Baum ganz alleine im tiefen Schnee. Meine Schwester schaute Papa an und fragte: „Können wir den armen, kleinen Baum mit nach Hause nehmen?“ 

Papa und ich fanden, dass das eine tolle Idee war und so machten wir uns – glücklich endlich unseren Baum gefunden zu haben – auf den Weg nach Hause.
 
Als wir dort ankamen, war Mama etwas überrascht, dass wir diesen Baum ausgesucht hatten. „Der ist doch gar nicht so, wie ihr ihn euch vorgestellt hattet!“, sagte sie verwundert.

„Aber Mama!“, riefen wir und erklärten ihr: „ Er ist zwar nicht der größte oder der schönste Baum, aber jetzt hat er ein Zuhause, denn keiner sollte zu Weihnachten alleine sein!“

Da lächelte Mama und auch Papa – und ich glaube, dass Christkind vielleicht auch.

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