Frisch verliebt

Verliebt? Das passiert im Körper

Frisch verliebt: Schmetterlinge im Bauch

Wenn man verliebt ist ...

... hat man oft Herzrasen, Appetitlosigkeit, Gänsehaut, Schmetterlinge im Bauch und Glücksgefühle! Verliebt zu sein ist wohl eines der schönsten Gefühle, die es gibt. Doch was passiert in unserem Körper, wenn wir uns verlieben?
Und warum finden sich Traummann und Traumfrau eigentlich in der Frühlingszeit?

Entdecken Sie hier die Antworten auf all Ihre Fragen rund ums verliebt sein!


Wenn die Natur in die Trickkiste greift

Evolutionspsychologische Ansätze sind der Meinung, dass Liebe ein Trick der Natur ist, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Dabei geht es nicht primär um romantische Gefühle, sondern um die sexuelle Fortpflanzung.

Das klingt ziemlich ernüchternd, denn frisch verliebt zu sein, ist wunderschön.

Der Hormoncocktail, der bei Liebenden die Schmetterlinge im Bauch flattern lässt, soll Frau und Mann aneinander binden und so dafür sorgen, dass diese sich so lange wie möglich gemeinsam um ihren Nachwuchs kümmern.

Dieser Ansatz stößt in der Wissenschaft aber auf viele Kritiker, die Alternativhypothesen vorschlagen. Bei einer Sache sind sich aber alle Forscher einig: verliebt sein, hat nichts mit dem Herzen zu tun, sondern ist eine Angelegenheit des Gehirns.



Was bedeutet Liebe? Ein Rausch an Hormonen

„Liebe ist der Entschluss, das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen.“ (Otto Flake)

Keine Beziehung ohne Glückshormone
Menschen, die verliebt sind, können nur von Luft und Liebe leben. Grund dafür sind Liebeshormone, die uns in einen regelrechten Rauschzustand versetzen.
Vor allem das Belohnungszentrum im Gehirn ist aktiv, wenn wir frisch verliebt sind. Dieses sitzt im Nucleus accumbens, welches sich im unteren, basalen Vorderhirn befindet.
 
Der Körper produziert übermäßig viel Dopamin, welches auch als Glückshormon bekannt ist.
Die Folge: Sie schweben auf Wolke Sieben, wenn Sie frisch verliebt sind. Ihre Sinne sind regelrecht vernebelt und Sie befinden sich in einem Dauerzustand des Glücks.
 
Verliebt sein: Liebe macht blind.
Zudem verringert der präfrontale Cortex seine Tätigkeit. Das führt dazu, dass Verliebte weniger rational entscheiden. Ebenso vermindert die temporo-parietale Kreuzung ihre Aktivität. Dadurch verschlechtert sich die soziale Einschätzung Verliebter. Das Resultat: Sie handeln oft kopflos und nur durch ihre Gefühle geleitet.
 
Weniger Serotonin für den Körper
Das Paradoxe: Wenn wir verliebt sind, sinkt unser Serotoninspiegel. Das hat zur Folge, dass wir appetitlos sind und kaum schlafen. Diese Senkung wurde auch bei Menschen mit Zwangsneurosen festgestellt. Liebe stellt also eine Art Obsession dar. Wir denken Tag und Nacht nur an unseren Traumpartner und verabschieden uns förmlich aus der Realität.



Frisch verliebt sein bedeutet Stress

Neben Glücks- und Liebeshormonen schüttet unser Körper auch Stresshormone aus, wenn wir unseren Liebsten sehen. Dann klopft das Herz schneller und der Körper stoßt vermehrt Adrenalin und Cortisol aus. Wir sind wacher, aktiver und aufgeregter als normalerweise.

Impulsive Handlungen und Zerstreutheit stehen bei verknallten Frauen und Männern an der Tagesordnung. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Köche, die verliebt sind, versalzen das Essen“. Der hohe Adrenalinspiegel führt dazu, dass wir uns weniger gut konzentrieren können und über Dinge nicht bewusst genug nachdenken. Die Gefühle steuern unser Tun.


Schmetterlinge im Bauch – immer im Frühling

Die ersten Sonnenstrahlen küssen unsere Haut, bunte Blumen sprießen aus der Erde und es wird allmählich wärmer: Die Frühlingsgefühle erwachen

Wir sind verliebt. Wir verlieben uns meistens im Frühling, weil wir in dieser Zeit die Welt wieder offener erkunden.

Im Winter neigen wir dazu uns zurückzuziehen und bleiben eher Zuhause. Zudem führt der Lichtmangel dazu, dass wir müder und inaktiver sind. Der Frühling wirkt also wie ein regelrechter Energie-Boost!

Von verliebt sein bis Liebeskummer – alles ein chemisches Feuerwerk der Gefühle

Einige Hirnforschungsstudien haben herausgefunden, dass sich verlieben, dieselben Hirnregionen aktiviert wie bei Suchtkranken. 

Euphorie, Motivation und Belohnung spielen bei beiden Gruppen eine wichtige Rolle. Beim Verliebt sein wird der Partner begehrt – sowohl sexuell als auch emotional – und eine erwiderte Liebe mündet in einem Zustand der Belohnung und des Wohlfühlens. 

Einerseits ist der Hypothalamus aktiv, welcher für unsere Sehnsüchte zuständig ist. Ebenso sind dieselben Rezeptoren im Gehirn besetzt – Liebe versetzt uns also regelrecht in einen Dauerzustand des Glücklichseins

 

Eine Trennung resultiert in seelischem Unwohlsein, welches mit körperlichen Schmerzen vergleichbar ist. Liebeskummer gleicht einem „Drogenentzug“ und wird deshalb als sehr unangenehm empfunden. Trennungsschmerz ist Weltschmerz – der Sinn des Lebens wird angezweifelt. Unglücklich Verliebte fallen deshalb oft in ein großes Loch.

5 Dinge, die Verliebte oft (nicht) machen

Bei diesem Cocktail an Hormonen ist es gar kein Wunder, dass Menschen, die verliebt sind, sich in den Augen Nicht-Verliebter oft komisch verhalten. Immerhin sind sie nicht mehr Herr ihrer Sinne. Diese Dinge machen Liebende (nicht), wenn ihre Gefühle Achterbahn fahren:
  • Nicht essen: Vor lauter Verliebtheit vergeht der Appetit. Liebende leben förmlich nur von „Luft und Liebe“. Schuld daran ist – wie bereits erwähnt – der niedrige Serotonin-Spiegel
  • Ständig lächeln: Menschen in einer neuen Partnerschaft grinsen ununterbrochen und unkontrolliert. Nur beim Gedanken an den Anderen bewegen sich die Mundwinkel automatisch nach oben. Unsere Gefühle beherrschen also auch unbewusst unsere Mimik.
  • Übermäßig stylen: Und das passiert in einer übertriebenen Art und Weise, wie es sonst nicht der Fall ist. Sie stehen permanent vor dem Spiegel und zupfen jedes einzelne Haar zurecht. Sie möchten ihrem Liebsten eben gefallen. 
  • Vieles vergessen: Verliebtheit führt dazu, dass Dinge oft vergessen werden, etwa der Geburtstag der Tante oder das Abendessen mit der besten Freundin. Der Hormonrausch lähmt das Denken und die Konzentrationsfähigkeit. 
  • Oft vermissen: Ist die Beziehung ganz frisch suhlen sich Liebende förmlich in Sehnsucht und denken ununterbrochen an den Anderen. Ein fehlendes Telefonat kann schon dazu führen, dass sie traurig werden und an der Liebe zweifeln.

Liebende Menschen fühlen sich verbunden – dank sei den Hormonen

Das Kuschelhormon Oxytocin sorgt dafür, dass die Liebe bestehen bleibt. Das Hormon wird in der Hirnanhangsdrüse (Hypothalamus) gebildet.

Neugeborene und Babys stoßen vermehrt Oxytocin aus, um sich an ihre Mutter zu binden und Vertrauen aufzubauen. Dasselbe passiert bei Pärchen, die verliebt sind. Ihre Liebe kann also mit jener der Mutter verglichen werden.

Frisch verliebt? Tipps für gemeinsame Stunden

Gerade in der Anfangsphase möchten Verliebte jede freie Sekunde miteinander verbringen und sich noch besser kennenlernen. Wie wäre es mit gemeinsamen Aktivitäten, die die Beziehung stärken?

Verbring deinen Sonntag gemeinsam mit deinen Schatz. Ihr könnt im Bett frühstücken und den ganzen Tag kuscheln. 

Nehmt euch Zeit für einander! Du kannst deinen Liebsten auch mit einem romantischen Candle-Light-Dinner nach der Arbeit überraschen. Koch sein Lieblingsgericht – Liebe geht bekanntlich durch den Magen! 

Du magst es besonders romantisch? Dann leg dich mit deinem Sweetheart in die Wiese und beobachtet gemeinsam den Sternenhimmel. Erzählt euch von euren Wünschen und Träumen – das verbindet!




Der erste Kuss ist besonders schön

Beim Küssen berühren sich unsere Lippen und Zungen. Dadurch geben Frau und Mann ihre körperliche Distanz nahezu völlig auf und zeigen sich verletzlich. Ein Zungenkuss wird nicht umsonst auch Seelenkuss genannt. 

Beim Küssen werden Neurotransmitter und Glückshormone wie Serotonin, Adrenalin und Endorphine ausgeschüttet, die uns in positiven Stress versetzen. Auch das Kuschelhormon Oxytocin wird vermehrt ausgeschüttet. Kussforscher (Philematologen) sind der Meinung, dass ein starker Zusammenhang zwischen Oxytocin und dem menschlichen Paarbindungsverhalten besteht. 

Ein Kuss wirkt außerdem wie ein echter Jungbrunnen. Durch die erhöhte Durchblutung und die Ausschüttung von Endorphinen wird der Teint rosig und schön. 

Und ein kleiner Nebeneffekt: Bei einem leidenschaftlichen Kuss beanspruchen wir bis zu 34 verschiedene Gesichtsmuskeln und verbrennen durchschnittlich 12 Kalorien. Das bewirkt wiederum, dass unsere Haut schön straff bleibt und wir unsere Schlankheit erhalten.

Zudem wird beim Küssen unser Immunsystem trainiert und die Durchblutung angeregt. Der positive Stress steigert auch die Leistungsfähigkeit unseres Herzens. Die schönste Sache der Welt hat also eine Reihe an gesundheitsfördernden Wirkungen. Sich verlieben zahlt sich aus!

 Körpersprache der Liebe

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(Frisch) Verliebt sein ist wunderbar. Denn unser Körper wird mit Energie und Glücksgefühlen durchflutet. Behalten Sie trotz Ihrer intensiven Gefühle immer einen klaren Kopf und denken Sie daran: Kuscheln stärkt die Beziehung! Worauf warten Sie noch?

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