
Tattoo-Pflege:
Sofortige und langfristige Nachbehandlung
- Tattoo-Pflege: Sofortige und langfristige Nachbehandlung
- Warum ist Tattoo-Pflege wichtig?
- Wie pflege ich mein Tattoo?
- Faktenübersicht
- Pflege bunter Tattoos
- Inhaltsstoffe für langfristige Tattoo-Pflege ab Tag eins und nach der Abheilung
- Inhaltsstoffe für langfristige Tattoo-Pflege
- 5 Dinge, die Sie bei der Tattoo-Pflege vermeiden sollten
- Zusammenfassung
- Häufig gestellte Fragen
Tattoo-Pflege:
Sofortige und langfristige Nachbehandlung
In diesem Leitfaden zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie die Pflege eines frischen Tattoos angehen – von den ersten Tagen bis hin zum langfristigen Schutz der Haut. Mit den richtigen Schritten und etwas Geduld kann Ihr Tattoo glatt abheilen und seine Farben lange kräftig bleiben.
Tattoo-Pflege beschreibt die wichtigsten Schritte, die Sie bei der Pflege eines Tattoos beachten sollten – also die Haut sauber, mit Feuchtigkeit versorgt und geschützt zu halten, damit sie gut heilen kann und das Motiv erhalten bleibt. Wenn Sie wissen, wie Sie ein Tattoo richtig pflegen, bleibt Ihre Körperkunst länger lebendig und Sie beugen Problemen wie Infektionen, Krustenbildung und frühzeitigem Verblassen vor.
Es geht darum, Ihrer Haut in jeder Phase der Heilung die Aufmerksamkeit zu geben, die sie braucht. Jede Haut ist anders, daher unterscheiden sich auch die Heilungszeiten. Wenn Sie jedoch ein paar einfache Schritte befolgen, geben Sie Ihrer Haut die besten Chancen, sich gut zu erholen – und Ihrem Tattoo die besten Chancen, später optimal auszusehen.
Wichtig ist auch: Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie pflege ich mein Tattoo angehen können – je nach Art des Tattoos. Der NIVEA Leitfaden gilt für die meisten Tattoos, aber Empfehlungen können sich von Person zu Person und von Motiv zu Motiv unterscheiden. Die Anweisungen Ihres Tattoo-Artists sind daher immer der beste Ausgangspunkt.

Warum Tattoo-Pflege
wichtig ist
Wenn Sie sich fragen: „Wie pflege ich mein Tattoo?“, beginnt die Antwort damit, zu verstehen, warum Tattoo-Pflege überhaupt wichtig ist. Ein Tattoo ist eine Art kontrollierte Hautverletzung – und ohne die richtige Nachbehandlung kann der Heilungsprozess gestört werden und das Motiv Schaden nehmen. Eine durchdachte Tattoo-Pflege unterstützt eine schnelle Erholung der Haut, beugt langfristigen Problemen vor und hilft, die Konturen und Farben Ihrer Körperkunst zu erhalten. Gute Tattoo-Pflege bedeutet, dass Ihre Haut richtig heilen kann. Das sorgt für:
- 1
Weniger Risiko für starke Krustenbildung oder Narben
- 2
Kräftigere Farben, die länger halten
- 3
Ein glatteres, gleichmäßigeres Ergebnis
Wie pflege ich
ein Tattoo?

Der erste Tag nach dem Stechen eines Tattoos dient vor allem dazu, Ihrer Haut Zeit zu geben, mit der Heilung zu beginnen. Ihr Tattoo-Artist bringt in der Regel eine Schutzfolie oder eine Art „Second Skin“ auf dem Bereich an. Diese Schicht schützt vor Bakterien und verhindert, dass das Tattoo an der Kleidung reibt.
Das sollten Sie in den ersten 24 Stunden tun:
- 1
Lassen Sie die Schutzfolie oder Second Skin so lange auf dem Tattoo, wie Ihr Artist es empfiehlt (meist einige Stunden, manchmal bis zu 24 Stunden oder länger). Die Empfehlung hängt von Artist und Motiv ab – folgen Sie daher unbedingt seinen individuellen Hinweisen.
- 2
Waschen Sie Ihre Hände immer gründlich, bevor Sie Ihr Tattoo berühren.
- 3
Reinigen Sie den Bereich sanft mit warmem Wasser und einer milden Seife, sobald die Folie abgenommen wird.
- 4
Tupfen Sie die Haut trocken – mit einem sauberen Handtuch – oder lassen Sie sie an der Luft trocknen.
Sobald Sie Ihr Tattoo gereinigt und vorsichtig getrocknet haben, ist es wichtig, die Haut mit einem Produkt zu versorgen, das den Heilungsprozess unterstützt. Eine Heilsalbe mit Provitamin B5 oder naturbelassene Inhaltsstoffe wie Kokosöl oder Kakaobutter werden häufig empfohlen – fragen Sie aber in jedem Fall zuerst bei Ihrem Tattoo-Artist nach.
Die ersten Tage nach dem Stechen sind entscheidend dafür, dass Ihre Haut gut heilen kann. Etwas Rötung, Schwellung oder klare Flüssigkeit sind in dieser Phase normal – Ihr Körper arbeitet daran, den Bereich zu reparieren. Wenn sich die Rötung jedoch ausbreitet, die Schmerzen stärker werden, die Flüssigkeit gelblich/grün wird oder Fieber hinzukommt, kann das ein Hinweis auf eine Infektion sein – lassen Sie das unbedingt ärztlich abklären.
So unterstützen Sie Ihre Haut in dieser Phase:
- 1
Reinigen Sie Ihr Tattoo zweimal täglich mit warmem Wasser und einer sanften Seife. Seifen und Duschgele sollten pH-neutral, parfümfrei und hypoallergen sein. Je nach Empfehlung Ihres Tattoo-Artists kann es sinnvoll sein, nach jeder Reinigung wieder eine Abdeckung aufzubringen.
- 2
Tragen Sie eine kleine Menge Nachbehandlungssalbe oder -creme auf, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.
- 3
Vermeiden Sie Kratzen oder das Abziehen von Krusten – auch wenn es juckt, lassen Sie die Haut in Ruhe heilen.
- 4
Meiden Sie Schwimmbäder, Whirlpools und Vollbäder und vermeiden Sie Sonne, da diese die empfindliche, heilende Haut reizen kann. Direktes Sonnenlicht sollte während der gesamten Heilungsphase gemieden werden, um eine gute Heilung zu unterstützen.


Nach den ersten Tagen kann sich Ihr Tattoo trocken oder juckend anfühlen, während die Haut weiter heilt. Das ist völlig normal – es zeigt, dass sich die Haut regeneriert. In dieser Phase ist es wichtig, den Bereich sauber, beruhigt und gut mit Feuchtigkeit versorgt zu halten.
So unterstützen Sie den Heilungsprozess:
- 1
Reinigen Sie Ihr Tattoo weiterhin sanft mit milder Seife und warmem Wasser.
- 2
Tupfen Sie die Haut trocken, statt zu rubbeln, und verwenden Sie keine rauen Handtücher.

Faktenübersicht
Tattoo-Pflege unterstützt die Hautheilung:
Wer sein Tattoo richtig pflegt, hilft dabei, Infektionen vorzubeugen, Reizungen zu reduzieren und eine gleichmäßige Hautregeneration zu fördern.
Feuchtigkeit erhält das Aussehen Ihres Tattoos:
Regelmäßiges Eincremen hält die Haut weich und geschmeidig und unterstützt zugleich, dass Farben während der Heilung lebendig bleiben.
Sonnenschutz beugt dem Verblassen des Tattoos vor:
Neue Tattoos reagieren empfindlich auf UV-Strahlung. Nach der Abheilung hilft täglicher LSF, Farben kräftig und Linien klar zu halten.
Sanfte Pflege reduziert langfristige Schäden:
Wenn Sie auf aggressive Produkte, Kratzen und übermäßige Feuchtigkeit verzichten, unterstützen Sie eine gleichmäßige Heilung und ein dauerhaft schönes Ergebnis.
Ein zentraler Tipp für die langfristige Tattoo-Pflege ist, direkte Sonne zu meiden, da diese Ihr Tattoo ausbleichen kann. Wenn Sie Ihr Tattoo vor Sonnenlicht schützen, bleiben seine Leuchtkraft und Details langfristig besser erhalten. Locker sitzende, lange Kleidung eignet sich gut, um das Tattoo abzudecken.
Wenn ein Abdecken nicht möglich ist, wurde das NIVEA Sonnenschutzsortiment dafür entwickelt, zuverlässigen UVA- und UVB-Schutz zu bieten und so die Folgen von Sonnenschäden auf Ihre Haut – und Ihr Tattoo – zu reduzieren. Von besonders wasserfesten Varianten bis hin zu leichten Alltagssonnencremen gibt es die passende Option für unterschiedliche Bedürfnisse.
Nutzen Sie nach der vollständigen Abheilung Ihres Tattoos möglichst einen hohen LSF, um die Haut vor UV-Strahlen zu schützen. Die NIVEA Protect & Moisture Lotion SPF50+ wirkt über klassische UV-Filter hinaus und unterstützt die Haut dabei, eine zusätzliche Schutzschicht aufzubauen. Angereichert mit Vitamin C und Hyaluron spendet sie bis zu 48 Stunden Feuchtigkeit – für weiche Haut und ein sichtbar lebendiges Tattoo.


Die NIVEA Rich Nourishing Body Lotion bietet klinisch nachgewiesene 72 Stunden Feuchtigkeit, um trockene, raue Haut zu verwandeln. Angereichert mit reiner Hyaluronsäure, Mandelöl und Deep Nourish Serum versorgt sie die Haut intensiv mit Feuchtigkeit und Pflege. Die nicht fettende, schnell einziehende Formel unterstützt die Geschmeidigkeit tätowierter Haut und trägt zu einem insgesamt gepflegten Hautbild bei.
Für die langfristige tägliche Pflege tätowierter Haut ist eine Kombination aus Sonnencreme mit wirksamem LSF und einer pflegenden Feuchtigkeitscreme besonders praktisch. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie halten Ihre Tattoos besser geschützt und gleichzeitig geschmeidig.
Die NIVEA Soft mit LSF15 200ml kombiniert eine leichte, erfrischend weiche Feuchtigkeitscreme mit täglichem UV-Schutz. Die Formel mit LSF 15 bietet verlässlichen Basis-Sonnenschutz, spendet 48 Stunden Feuchtigkeit und sorgt für eine gesund und gleichmäßig strahlende Haut – ideal, um die Haut über Ihrem Tattoo weich zu halten und gleichzeitig vor alltäglicher UV-Strahlung zu schützen. Sie ist für Gesicht, Körper und Hände geeignet und hat eine leichte, nicht fettende Textur.
Bei direkter oder längerer Sonneneinwirkung ist dennoch ein Sonnenschutz mit höherem LSF notwendig, um tätowierte Haut ausreichend zu schützen. Denken Sie daran, die Sonnencreme regelmäßig im Laufe des Tages nachzulegen.

Pflege
bunter Tattoos
Hier sind 4 Tipps für die Pflege bunter Tattoos:
- 1Direkte Sonne vermeidenVermeiden Sie direkte Sonne so gut wie möglich, während Ihr Tattoo heilt. UV-Strahlen können Farben ausbleichen – vor allem helle und Pastelltöne, da diese während des Heilungsprozesses besonders anfällig für Pigmentabbau sind.
- 2Sonnencreme nutzen, sobald das Tattoo abgeheilt istVerwenden Sie Sonnencreme, sobald Ihr Tattoo vollständig verheilt ist, um ein Ausbleichen der Farben im Laufe der Zeit zu vermeiden.
- 3Haut gut mit Feuchtigkeit versorgenVersorgen Sie Ihre Haut gut mit Feuchtigkeit, um Trockenheit zu vermeiden – trockene Haut lässt Farben oft matt oder fleckig erscheinen.
- 4Geduld in der HeilungsphaseHaben Sie Geduld während der Heilung: Bunte Tattoos können sichtbarer schuppen oder Flocken bilden, aber zupfen oder kratzen Sie nicht daran. Lassen Sie die Haut ihren Job natürlich erledigen.
Sobald Ihr Tattoo vollständig abgeheilt ist, gehört eine breitbandige Sonnencreme zu den wichtigsten Schritten, um Farbe und Leuchtkraft zu erhalten. Setzen Sie auf LSF-Produkte, die sanft zur Haut sind, aber einen starken Schutz vor UV-Strahlung bieten – so bleibt die Farbvibranz Ihres Tattoos langfristig besser erhalten.
Inhaltsstoffe für Tattoo-Pflege
ab Tag eins und nach der Abheilung
Bei der Auswahl von Hautpflegeprodukten zur Tattoo-Pflege sind die Inhaltsstoffe ebenso wichtig wie die Textur. Frisch tätowierte Haut ist empfindlich und angreifbar – setzen Sie daher auf Produkte, die intensiv Feuchtigkeit spenden, Irritationen beruhigen und die natürliche Hautbarriere unterstützen. Für die langfristige Pflege rücken dann vor allem Sonnenschutz und verlässliche Nährstoffe für die Haut in den Fokus.
Inhaltsstoffe für die sofortige Tattoo-Pflege:
Aloe Vera – Aloe Vera eignet sich ideal für die unmittelbare Tattoo-Pflege, da sie die Haut beruhigt und nährt und so helfen kann, Rötungen und Unwohlsein zu reduzieren. Ihre sanfte Feuchtigkeit unterstützt eine gesunde Haut und hilft dabei, das Tattoo lebendig und gepflegt aussehen zu lassen.
Provitamin B5 (Panthenol) – ein wichtiger Inhaltsstoff für die Hautregeneration: Provitamin B5 trägt dazu bei, Irritationen zu lindern und den Reparaturprozess zu unterstützen – ideal für trockene, gespannte oder empfindliche, frisch tätowierte Hautbereiche.
Inhaltsstoffe für
langfristige Tattoo-Pflege:
5 Dinge, die Sie
bei der Tattoo-Pflege vermeiden sollten
- 1Vermeiden Sie das Abziehen von Krusten oder Hautschuppen. Es mag verlockend sein, kann aber zu Narben oder ungleichmäßiger Farbe führen.
- 2Vermeiden Sie langes Einweichen Ihres Tattoos in Wasser – kein Schwimmen, keine Vollbäder oder Whirlpools, bis es vollständig verheilt ist.
- 3Vermeiden Sie direkten Sonneneinfluss auf Ihr Tattoo, bevor es verheilt ist – das kann Reizungen und Verblassen begünstigen.
- 4Vermeiden Sie enge oder raue Kleidung, die an Ihrem Tattoo reiben und Reizungen verursachen kann.
- 5Verzichten Sie auf stark parfümierte oder aggressive Produkte auf dem Tattoo, da diese die Haut austrocknen und die Heilung verlangsamen können.
Zusammenfassung
Eine gute Nachbehandlungssalbe oder -creme beruhigt und durchfeuchtet die heilende Haut. Ebenso wichtig ist es zu wissen, was Sie nach einem Tattoo beachten sollten – und was besser nicht: direkte Sonne, Schwimmen und aggressive Produkte sollten vermieden werden.
Die Pflege eines frischen Tattoos schützt Ihre Haut in ihrer empfindlichsten Phase, während die langfristige Pflege von bunten Tattoos dabei hilft, das Design klar, kräftig und ausdrucksstark zu erhalten. Denken Sie daran: Heilung braucht Zeit – bleiben Sie geduldig, konsequent und gehen Sie mit Ihrer tätowierten Haut besonders achtsam um.
Häufig gestellte Fragen
Verwenden Sie beim Duschen lauwarmes Wasser und eine sanfte, parfümfreie Seife, um das Tattoo vorsichtig zu reinigen. Vermeiden Sie langes Einweichen oder sehr heißes Wasser und tupfen Sie den Bereich anschließend mit einem sauberen Handtuch trocken. Halten Sie Ihre Duschen kurz, solange das Tattoo heilt.
Mehrere Faktoren können die Heilung verlangsamen, etwa das Kratzen oder Abziehen von Krusten, direkte Sonne oder Wasser (Schwimmen), sowie die Nutzung aggressiver oder parfümierter Hautpflegeprodukte. Enge oder raue Kleidung, die am Tattoo reibt, kann ebenfalls zu Irritationen führen. Eine sanfte Nachbehandlung und ausreichend Ruhe für die Haut unterstützen eine schnellere Heilung.
Wenn Ihr Tattoo auffällig glänzt, sich klebrig anfühlt oder sich ein weißlicher, fettiger Film auf der Haut zeigt, ist es möglicherweise überpflegt. Zu viel Creme kann die Poren verstopfen und den Heilungsprozess ausbremsen. Tragen Sie nur eine dünne Schicht Feuchtigkeitspflege auf und nur so oft, dass die Haut weich, aber nicht nass wirkt.
Auch wenn „Trockenheilung“ möglich ist, führt sie häufiger zu Spannungsgefühlen, Rissen und starkem Juckreiz, während eine sanfte, gleichmäßige Befeuchtung die Haut dabei unterstützt, glatt und ohne starke Krusten zu heilen. Nutzen Sie eine passende, parfümfreie Creme und halten Sie die Haut leicht, aber nicht übermäßig eingecremt.
Um Ihr Tattoo im Schlaf zu schützen, vermeiden Sie es möglichst, direkt auf der tätowierten Stelle zu liegen. Verwenden Sie frische, weiche Bettwäsche und tragen Sie lockere Kleidung, damit nichts am Tattoo scheuert. Falls nötig, können Sie den Bereich mit einem sauberen, atmungsaktiven Tuch oder einem nicht haftenden Verband abdecken – in der Regel ist es nach Entfernen des ersten Verbandes aber besser, das Tattoo frei atmen zu lassen.

















