Eigenschaften der Gesichtshaut

Die Haut – Aufbau und Eigenschaften

Schicht für Schicht ein kleines Wunder

EIN ARTIKEL, DER UNTER DIE HAUT GEHT

Unsere Haut ist ein wahres Wunderwerk. Als größtes und sichtbarstes Organ ist sie unser Schutzschild, das unseren Körper als erste Barriere vor Bakterien und Viren bewahrt. Sie ist lebenswichtig und ein richtiges Multitalent. Erfahren Sie hier alles über die Funktionen und den Aufbau der Haut und lernen Sie die Eigenschaften der Hautschichten – Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut – kennen.

Die Funktionen und Aufgaben der Haut

Ein zarter Kuss, eine sanfte Berührung, das Gefühl von Kälte, Hitze und Schmerz – wichtige Funktionen der Haut, die sowohl unsere zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen, als auch als Hinweis vor Gefahr dienen.

Auch das Flüssigkeitsgleichgewicht und unsere Körpertemperatur sind auf eine funktionierende und gesunde Haut angewiesen. Ist unsere Haut fortwährend Belastungen ausgesetzt und in ihrer Arbeitsweise eingeschränkt, hat das einen direkten Einfluss auf unser Körpergefühl. Vor allem Stress, Schlaflosigkeit und eine kräftezehrende Lebensweise stehen uns schon bald ins Gesicht geschrieben. Dunkle Augenringe und Tränensäcke sind dabei nur zwei der vielen Zeichen, die speziell aus der feinen Gesichtshaut abgelesen werden können.

Aufbau der Haut

Die Haut ist ein komplexes Gerüst, das perfekt aufeinander abgestimmt arbeitet. So heilt sie sich beispielsweise selbst – etwa bei einem leichten Sonnenbrand oder einer Schürfwunde. Die drei Schichten, aus denen die Haut besteht, sind Epidermis (Oberhaut), Dermis (Lederhaut) und Subkutis (Unterhaut). 

Diese wiederum bestehen aus weiteren Schichten. Follikel, Talg- und Schweißdrüsen bilden dann noch die Hautanhangsgebilde, denen mehrere Hautfunktionen zukommen.

 

die Oberhaut (Epidermis)

Die Hautschicht, mit der wir Tag für Tag in Berührung kommen und die wir mit nährenden Cremen verwöhnen, ist die Epidermis oder auch Oberhaut genannt. Diese ist in 5 Schichten unterteilt. Die Oberhaut schützt unseren Körper vor Bakterien, Giften und Flüssigkeitsverlust. Die gesamte Epidermis besteht aus Keratinozyten. Der Lebenszyklus beginnt in der untersten Schicht (Basalschicht) und endet nach ungefähr 30 Tagen an der Hautoberfläche. In jeder Schicht durchlaufen sie einen Verhornungsprozess (Keratinisierung), in dem sie Schritt für Schritt verändert werden. Je nach Körperstelle kann die Epidermis mehrere Millimeter dick werden. Im Durchschnitt ist sie aber mit einem Durchmesser von 1 Millimeter wesentlich dünner.

Die Schichten der Epidermis (Oberhaut)

1. Basalzellschicht (Stratum basale): In dieser Schicht entstehen durch die Zellteilung laufend neue Keratinozyten/Zellen der Epidermis. In der Basalzellschicht sind außerdem Melanozyten und Merkel-Zellen eingelagert. Während die Melanozyten Melanin produzieren – das Pigment, das für die Bräunung der Haut verantwortlich ist – sorgen die Merkel-Zellen durch ihre Verbindung mit Nervenfasern für die Vermittlung des Tastsinnes.

2. Stachelzellschicht (Stratum spinosum): Die Vorstufen des Keratins (Proteinfasern) werden hier durch die Zellen der Epidermis (Keratinozyten) gebildet. Die Langerhans-Zellen, die zum Immunsystem gehören, sind ebenfalls hier zu finden.

3. Körnerzellschicht (Stratum granulosum): Die Keratinozyten produzieren in dieser Schicht kleine Keratohyalinkörner (Granula). Auf ihrem Weg in die oberste Hautschicht reifen sie zu Keratin und epidermalen Lipiden. Diese bewirken dann die fortschreitende Verhornung der Haut.

4. Glanzschicht (Stratum lucidium): Die einzelnen Zellen können in dieser sehr dünnen Schicht nicht abgegrenzt werden. Die Zellen sind sehr dicht aneinandergedrängt und abgeflacht und lassen sich nur am dickeren Teil der Oberhaut, wie zum Beispiel den Handflächen und Fußsohlen, finden.

5. Hornschicht (Stratum corneum): Die Zellen der Epidermis sind bis zu dieser Hautschicht vollständig verhornt und bilden die toten sogenannten Hornzellen oder Korneozyten. Im Schnitt besteht die äußerste Schicht der Epidermis aus ungefähr 20 Zellschichten. 

Hornzellen und Hornsubstanzen

Die Hornzellen verklumpen hier mit den Hornsubstanzen der Haut. Danach werden die abgeflachten, abgestorbenen Hornzellen laufend abgestoßen und abgeschuppt. Bis die Zellen von der untersten zur obersten Schicht innerhalb des Stratum corneums gelangen, benötigt es ungefähr 14 Tage.

Epidermale Lipide verbinden die Zellen der Hornschicht miteinander. Für die Hautgesundheit sind diese Lipide unerlässlich, denn sie bilden auf unserem Körper die Schutzbarriere und binden Feuchtigkeit. Ein Mangel an diesen Lipiden kann zu trockener und gespannter Haut führen. Wasser und wasserlösliche Substanzen können diese Schicht nicht durchdringen, niedermolekulare Substanzen jedoch sehr wohl. Allerdings kann diese Barriere durch äußerliche Einflussfaktoren geschwächt werden, beispielsweise durch Bakterien oder Schmutz.

Säureschutzmantel der Oberhaut

Als natürlichen Schutz gegen äußere Einflüsse wie Bakterien und Pilze, verfügt die Epidermis über eine spezielle Mischung aus Wasser und Lipiden: den Hydrolipidfilm. Dieser wird aus Sekreten der Schweiß- und Talgdrüsen gebildet und hält die Haut geschmeidig. Der wässrige Teil des Säureschutzmantels besteht aus Milchsäure, Aminosäuren, freien Fettsäuren und natürlichen Feuchthaltefaktoren (NMFs). Der Säureschutzmantel wehrt jedoch nicht nur schädliche Mikroorganismen ab, sondern bietet der Hautflora – den hautfreundlichen Organismen – mit einem pH-Wert von 5,4 bis 5,9 ein ideales Umfeld.

 

Epidermis unserer Gesichtshaut

Die Oberhaut unserer Gesichtshaut ist dabei noch dünner und zarter als an anderen Stellen unseres Körpers. Die Epidermis beträgt zum Beispiel um die Augenpartie etwa 0,01 bis 0,05 Millimeter. Gerade diese Körperstellen sind mehr als alle anderen äußeren Faktoren, wie Sonne (UV-Strahlung), Kälte oder trockener Luft ausgesetzt. Deshalb ist eine auf die besonderen Bedürfnisse dieser Haut, angepasste Gesichtspflegeroutine notwendig.

Dermis, Lederhaut oder auch Korium

Zwischen der Ober- und Unterhaut befindet sich die Dermis (Lederhaut). Sie bildet die dicke, elastische Mittelschicht der Haut. Für die Elastizität sind die Bindegewebsfasern Kollagen und Elastin verantwortlich, die die Reißfestigkeit und Verformbarkeit der Haut gewährleisten.Eingebettet sind diese Fasern in eine hyaluronsäurehaltige Grundsubstanz. Hyaluronsäure wiederum hat ein sehr hohes Feuchtigkeitsbindevermögen und sorgt so für das Volumen der Haut.

Die in zwei Schichten aufgebaute Lederhaut besteht aus der oberen Papillarschicht (Stratum papillare) und der unteren Geflechtschicht (Stratum reticulare). In der Papillarschicht befinden sich viele kleine Blutgefäße und Melanozyten. In der Geflechtschicht sind vor allem festere Bündel von Kollagenfasern zu finden. 

 

Hautalterung stoppen 

Wie gesund und jung diese inneren Strukturen der Haut bleiben, ist direkt von der Lebensweise und äußeren Faktoren wie Sonne und Temperaturveränderungen abhängig. Mit zunehmendem Alter ändert sich außerdem der Kollagen- und Elastingehalt im Körper. Dazu kommt, dass auch das Feuchtigkeitsbindevermögen nachlässt. Die Haut wirkt dadurch weniger straff und erste Falten erscheinen.

Subkutis, Unterhaut oder Hypodermis

Als innerste Hautschicht im Körper besteht die Subkutis vor allem aus lockerem Fett- und Bindegewebe, das miteinander verbunden ist. Je nach Körperareal ist eine unterschiedlich große Anzahl an Fettzellen im Gewebe vorhanden. Wie die Fettzellen selbst verteilt sind, ist dabei von Geschlecht und der Struktur anderer Hautpartien abhängig. 

 

 

Wie Sie sehen, ist unser Haut wahnsinnig komplex und vielschichtig. Die einzelnen Hautschichten erfüllen jeweils lebenswichtige Funktionen und schützen uns vor Umwelteinflüssen.

Darum ist es besonders wichtig, Ihre Haut richtig und mit der nötigen Aufmerksamkeit zu pflegen. Unser Artikel „Hautpflege für alle Hauttypen“ zeigt Ihnen, worauf Sie achten sollten und welche Hautpflege für Ihren Hauttyp geeignet ist.

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