Grüner Tee für die Haut: Anwendungstipps und DIY-Inspiration

Von Gesichtswasser bis Körperpeeling Grüner Tee schmeckt nicht nur gut, sondern eignet sich auch wunderbar als Basis für selbst gemachte Kosmetik. Was Grüntee so besonders macht und wie Sie ihn für DIY-Rezepte verwenden können, lesen Sie hier.

Mehr als ein Getränk: Grüntee als Beauty-Allrounder

Ob pur oder mit wenigen Zutaten aus der Küche gemixt – grüner Tee ist vielseitig einsetzbar: Er kann zum Beispiel als Dampfbad- oder Badezusatz-Basis zur Entspannung beitragen oder als Peeling-Grundlage dienen. Lassen Sie sich von diesen DIY-Ideen mit duftendem Grüntee inspirieren.

Grüner Tee für die Haut: 5 Rezepte

1. Grüner Tee: Hautverwöhnendes DIY-Gesichtswasser

Eine halbe Tasse grünen Tee aufkochen, mit einer halben Tasse kaltem Wasser mischen. Wattepads mit dem Tee-Mix tränken und damit wie einen Toner über die Haut fahren. Das Grüntee-Gesichtswasser für 15 Min. einwirken lassen und im Anschluss mit lauwarmem Wasser abspülen.

Grüner Tee für die Haut: 5 Rezepte

2. SOS-Tipp für geschwollene Augen

Nach einer langen oder schlaflosen Nacht können kalte Teebeutel helfen, müde Augen zu kühlen und Schwellungen zu reduzieren. 2 Teebeutel mit heißem Wasser aufgießen, abkühlen lassen und leicht ausdrücken. Die Beutel für 10 Min. auf die geschlossenen Augen legen.

Grüner Tee für die Haut: 5 Rezepte

3. Grüntee-Dampfbad bei unreiner Haut

Wasserdampf öffnet die Poren, sodass Talg und Schmutz abfließen können. Anleitung: 3 Beutel grünen Tee mit 1,5 l Wasser aufgießen, in eine Schüssel geben, für 10 Min. den Kopf über die Schüssel beugen und mit einem Handtuch bedecken. Wichtig: 30 cm Abstand halten und vorher abschminken.

Grüner Tee für die Haut: 5 Rezepte

4. Grüner Tee für die Haut: DIY-Körperpeeling

Für das selbst gemachte Körperpeeling 3 EL losen grünen Tee mit warmem Wasser aufgießen und 4 Min. ziehen lassen. Teeblätter, 200g Zucker, 3 TL Honig und 4 EL Olivenöl vermengen und die Haut mit dem Peeling-Mix in kreisenden Bewegungen massieren. Reste mit lauwarmem Wasser abduschen.

Grüner Tee für die Haut: 5 Rezepte

5. Grüntee-Badezusatz selber machen

Rezept für ein Wohlfühlbad: 3 EL feines Meersalz, 3 EL Natron und 3 EL grünen Tee mischen, in das Badewasser geben und zurücklehnen. Tipp: Wenn Sie nicht möchten, dass Teeblätter im Wasser schwimmen, benutzen Sie statt losem Grüntee einfach 3 EL Matcha-Pulver.

Kleine Teekunde: Wissenswertes zum Heissgetränk

Mit grünem Tee die Haut verwöhnen – das ist möglich, aber natürlich wird Tee in erster Linie getrunken. In Japan gilt das Getränk seit Jahrhunderten sogar als besonders gesundheitsfördernd. Aber warum eigentlich? Und wie lässt sich sicherstellen, dass die Produktqualität stimmt?

Matcha, das leuchtend grüne Superfood

Das für Matcha charakteristische satte Grün ist dem Farbstoff der Blätter (Chlorophyll) zu verdanken. Das feine Grünteepulver überzeugt aber nicht nur mit Farbigkeit: Matcha zählt aufgrund seiner gesunden Inhaltsstoffe zu den sogenannten Superfoods.

Was ist der Unterschied zwischen Grüntee und Matcha?

Matcha (japanisch für „gemahlener Tee“) ist im Grunde auch „nur“ grüner Tee – aber eben in pulverisierter Form. Das daraus zubereitete Getränk schmeckt etwas milder und im Gegensatz zum herkömmlichen grünen Tee wird beim Trinken von Tee in Pulverform das ganze Blatt verzehrt. Am Ende ist es aber eher eine Frage der persönlichen Vorliebe, ob Sie sich für losen grünen Tee oder Matcha entscheiden.

 

Traditionell erfolgt die Zubereitung des klassischen Matcha-Tees zwar in einer aufwendigen Zeremonie, ein wenig reduziert ist das natürlich aber auch zu bei Ihnen Hause möglich – und zwar so:

  • Matcha-Pulver durch ein Sieb streichen, damit keine Klumpen entstehen
  • 2 TL Matcha in eine Tasse geben und mit 200 ml heißem Wasser aufgießen
  • Traditionell wird der Tee anschließend mit einem Bambusbesen (rechts im Bild) schaumig geschlagen. Alternative: Den pulverisierten Tee und das Wasser in einen Shaker geben und ordentlich schütteln

 

Tipp: Sie können das grüne Pulver auch mit warmer Kuh- oder Sojamilch aufgießen und als Matcha-Latte genießen.

Viele Sorten, unterschiedliche Aromen

Die vielen Grüntee-Sorten unterscheiden sich im Anbaugebiet, Erntezeitpunkt und im Geschmack. Die bekanntesten Sorten sind Sencha, Gyokuro und Tencha. Je nach Gebiet und Qualität schmecken diese frisch-herb bis blumig-mild.

Tipps für den perfekten Grüntee-Genuss

Grüner Tee ist im Gegensatz zum Schwarztee unoxidiert. Das heißt: Während die Teeblätter für Schwarztee fermentiert werden, werden sie für grünen Tee nach dem Trocknen entweder gedämpft oder geröstet. Dank des schonenden Herstellungsverfahren bleibt grüner Tee nicht nur grün, sondern auch reich an Antioxidantien.

Tee-Aufguss: Am besten schmeckt grüner Tee, wenn Sie ihn mit ca. 80 Grad heißem Wasser – entspricht etwa 2 Abkühl-Minuten nach dem Aufkochen – zubereiten. Lassen Sie den aufgegossenen Tee für mind. 3 Minuten ziehen.

Hinweis: Wenn Sie Grüntee mit kochendem Wasser aufgießen, könnte das Getränk einen unangenehm bitteren Geschmack annehmen.

Tipps zur Tee-Wahl: Wer auf hochwertige und unbelastete Produkte frei von Zusatzstoffen Wert legt, sollte zu zertifizierten Bio-Tees greifen.

Tipps zur Tee-Lagerung: Um wertvolle Inhaltsstoffe und das Aroma der Teeblätter möglichst lange zu bewahren, lagern Sie Grüntee am besten an einem dunklen, trocknen und kühlen Ort – und verstauen ihn in einem luftdichten Gefäß.

Grünen Tee trinken: Was ist so gesund daran?

  • Grüner Tee enthält Mineralstoffe wie Zink und Eisen, sowie Vitamin B und Vitamin C – all das kommt dem Immunsystem zugute.
  • Der Tee duftet angenehm mild, erinnert leicht an Wiesengras und kann dabei helfen, abzuschalten und zu entspannen – ideal in Stresssituationen.
  • Grüner Tee enthält Koffein in gebundener Form, weshalb die anregende und konzentrationsfördernde Wirkung länger anhält als bei Kaffee.
  • Eine besondere Wirkung wird dem Grüntee-Antioxidans EGCG zugeschrieben, das einer Reihe von Studien zufolge vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen soll.
  • Grüntee ist außerdem reich an vielen weiteren zellschützenden Antioxidantien wie z. B. sekundären Pflanzenstoffen, die freie Radikale abwehren.


Beauty-Allrounder auf einen Blick

Viele Naturprodukte eignen sich hervorragend als Basis für hausgemachte Peelings, Masken und Haarkuren – Aloe Vera, Pflanzenöle und Heilerde zum Beispiel.

Aloe-vera-Gel: Anwendungstipps

Wie Sie Aloe-vera-Gel aus der Pflanze lösen? Hier finden Sie die Anleitung und erfahren außerdem, wie Sie das Gel einsetzen und daraus ein Peeling oder eine Maske selber machen können.

Kokosöl für Haut und Haar

Kokosnussöl duftet nicht nur exotisch und erinnert an den letzten Sommerurlaub, sondern eignet sich auch wunderbar als Basis für selbst gemachte Haarkuren. Lassen Sie sich von unseren DIY-Ideen inspirieren.

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