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Baby wickeln: Übung macht den Meister


WORAUF ES BEIM WINDELWECHSELN ANKOMMT

Ein Baby zu wickeln, ist für viele Eltern eine kleine Herausforderung. Doch je häufiger Sie die Windeln wechseln, umso sicherer werden Sie. Beim Start helfen diese Tipps.

Windeln wechseln mit der richtigen Erstausstattung

Hände waschen, die richtige Unterlage wählen, eine neue Windel bereit legen – bevor Sie Ihr Baby das erste Mal wickeln, sollten Sie gut vorbereitet sein.
Windeln wechseln: Diese Utensilien brauchen Sie

Windeln wechseln: Diese Utensilien brauchen Sie

Beim ersten Kind ist das Wechseln der Windel etwas ganz Neues. Legen Sie sich deshalb bereits vor dem Wickeln alle notwendigen Utensilien an die Wickelkommode, dann sind Sie gut vorbereitet.

Was Sie zum Wickeln brauchen

Bereiten Sie den Wickelplatz zunächst mit einer weichen Unterlage vor. Zum Unterlegen dienen spezielle Wickelunterlagen, ein weiches Handtuch oder ein Baumwolltuch.

Anschließend benötigen Sie natürlich eine frische Windel. Sie sollte eine angenehme Passform haben, die sich nach dem aktuellen Körpergewicht Ihres Babys richtet. Informieren Sie sich deshalb vorab, z. B. anhand der Angaben auf der Verpackung, welche Größe für welches Gewicht am besten geeignet ist. Häufig werden die passenden Windeln auch danach eingestuft, wie aktiv Babys krabbeln, laufen und spielen. Im Schnitt benötigen Sie für ein Neugeborenes etwa acht Windeln pro Tag, im fortgeschrittenen Alter etwa fünf. Wenn Sie Stoffwindeln benutzen, sollten Sie zusätzlich Einlagen und je nach Modell Windelklammern bereitlegen.

Zu den weiteren Utensilien gehören eine Tüte oder ein Windeleimer neben dem Wickeltisch, damit Sie die alte Windel gleich entsorgen können. Weiterhin empfehlen sich Feuchttücher, mit denen sich der Babypo schnell, aber gründlich abwischen lässt. Halten Sie auch eine Creme mit pflegenden Inhaltsstoffen bereit, eventuell sogar Wundschutzcreme oder Fettsalbe. Beides unterstützt die Heilung eines wunden Babypos.

Vorbereitung ist alles

Der Platz, an dem Sie Ihr Baby wickeln, sollte warm, sauber und trocken sein. Für eine angenehme Umgebungstemperatur können Sie zum Beispiel eine Wickellampe nutzen.

Bevor Sie die Windeln wechseln, ist es wichtig, dass Sie Ihre Hände waschen, sorgfältig abtrocknen und etwas anwärmen. Versichern Sie sich, dass alle benötigten Utensilien griffbereit liegen, denn ein unruhiges Baby mit schmutzigem Po festzuhalten und gleichzeitig etwas zu suchen, ist nicht so leicht und verursacht unnötig Stress für Sie und Ihr Kind.

Ein besonders wichtiger Tipp: Unterschätzen Sie niemals die Beweglichkeit von Säuglingen. Wenn Babys in einem unbeobachteten Moment vom Wickeltisch rollen, können sie sich leicht verletzen. Lassen Sie Ihr Kind daher beim Wechseln der Windeln niemals unbeaufsichtigt.

Damit Ihr Baby auch beim Windelwechseln fröhlich bleibt, können Sie es beim Wickeln ablenken. Singen Sie ihm etwas vor, schneiden Sie lustige Grimassen oder legen Sie ein Spielzeug zum Greifen auf die Wickelkommode, das Sie ihm anbieten können. Zudem wirken sich sanfte Streicheleinheiten beruhigend aus. Verwöhnen Sie Ihr Baby zwischendurch mit zarten Berührungen und Küsschen, um zugleich die Eltern-Kind-Bindung zu stärken.

Beim Wickeln alles im Griff

Beim Wickeln alles im Griff

Richten Sie zum Wickeln einen warmen und trockenen Platz ein. Begleitet von Streicheleinheiten wird so auch Windelwechseln zu einem intensiven Erlebnis zwischen Eltern und Kind.


Die Kunst des Wickelns

Beim Windelwechseln macht Übung den Meister. Besonders in den ersten Wochen nach der Geburt werden Sie Ihr Baby häufig wickeln und so automatisch eine gewisse Routine entwickeln. Dieser kleine Leitfaden kann Ihnen dabei helfen. Mit sanften Berührungen machen Sie das Wechseln der Windeln zu einem angenehmen Erlebnis für sich selbst und Ihr Kind.
Schritt für Schritt die Windel wechseln - Schritt 1: Babypo säubern

Schritt für Schritt die Windel wechseln

Babypo säubern

Entfernen Sie zunächst die schmutzige Windel, indem Sie die Beine samt Po anheben, die Windel in der Mitte falten und wegziehen. Säubern Sie den Hintern sanft mit einem feuchten Babypflegetuch von vorne nach hinten. Drehen Sie Ihr Baby dazu über die Hüfte vorsichtig auf die Seite.


Schritt für Schritt die Windel wechseln - Schritt 2: Sanfte Pflege

Schritt für Schritt die Windel wechseln

Sanfte Pflege

Durch das feuchtwarme Klima in der Windel wird der Babypo besonders beansprucht. Deshalb ist es wichtig, ihn beim Windelwechseln zunächst trocken zu tupfen oder zu föhnen und anschließend einzucremen. Verwenden Sie dafür eine spezielle Babypflege mit Inhaltsstoffen wie Panthenol.

Schritt für Schritt die Windel wechseln - Schritt 3: Neue Windel anlegen

Schritt für Schritt die Windel wechseln

Neue Windel anlegen

Erst wenn der Po gut getrocknet ist, z. B. mithilfe warmer Föhnluft, heben Sie die Hüfte Ihres Babys sanft mit einer Hand an und schieben die neue Windel unter den Po. Die obere Hälfte mit den Klebestreifen gehört unter den Rücken, die untere wird durch die Beine nach vorne geführt.

Schritt für Schritt die Windel wechseln - Schritt 4: Nicht zu fest schließen

Schritt für Schritt die Windel wechseln

Nicht zu fest schließen

Verschließen Sie die Windel fest, aber ohne, dass sie scheuert. Bei Neugeborenen knapp unter dem Bauchnabel, da er noch besonders empfindlich ist. Manche Babys müssen breit gewickelt werden, d. h. mit leicht gespreizten Beinen, um die Entwicklung der Hüftgelenke zu unterstützen.

Schritt für Schritt die Windel wechseln - Schritt 5: Anziehen und weiter geht's

Schritt für Schritt die Windel wechseln

Anziehen und weiter geht's

Ziehen Sie Ihrem Baby nach dem Wickeln wieder kuschelige, gemütliche Kleidung an – so fühlt es sich beim Spielen, Krabbeln oder Schlafen rundum sauber und wohl. Dann die schmutzige Windel gut verpacken und im Hausmüll entsorgen, daraufhin gründlich die Hände waschen.

Die richtige Pflege für den Babypo

Stoffwindeln oder Einwegwindeln?

Viele junge Eltern stellen sich die Frage: Welche Windeln wollen wir verwenden? Sie haben die Wahl zwischen Einwegwindeln und mehrfach verwendbaren Stoffwindeln. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Wir helfen Ihnen bei der Entscheidungsfindung.
Stoffwindel: Umweltfreundlich, aber aufwendig

Verschiedene Verschlussmodelle

Stoffwindeln werden mit Druckknöpfen, Klettverschluss oder Windelklammern verschlossen. Austauschbare Einlagen nehmen die Flüssigkeit auf.

Stoffwindel: Umweltfreundlich, aber aufwendig

Wenn Sie weniger Müll produzieren möchten, dann greifen Sie zu Stoffwindeln. Sie sind sehr angenehm zu tragen und eignen sich insbesondere für Babys mit empfindlicher Haut. Zusätzlich bieten sie größere Bewegungsfreiheit. Haben die Kleinen in die Windel gepinkelt, spüren sie dies eher selbst, zeigen es an und es besteht die Möglichkeit, dass sie schneller trocken werden.

Weitere Vorteile sind, dass Stoffwindeln häufig wiederverwendbar sind, bei sorgfältiger Hygiene sogar noch für die nachfolgenden Geschwisterchen. Sie wachsen mit dem Baby mit und die Einlagen können in der Toilette entsorgt werden.

Zu den Nachteilen gehört, dass Stoffwindeln nach dem Benutzen ein- bis zweimal bei 60 Grad gewaschen werden müssen, ehe sie wieder sauber und ausreichend saugfähig sind. Dadurch entstehen höhere Energiekosten. Ein weiteres Manko: Das Wickeln mit dieser Art von Windeln zu erlernen, benötigt viel Übung. Insbesondere unterwegs sind Stoffwindeln zudem umständlicher in Anwendung, Transport und Reinigung.

Einwegwindel: Unkompliziert und praktisch

Mit klassischen Einweg- oder Wegwerfwindeln können Sie Ihr Baby schnell und unkompliziert wickeln. Sie sorgen dank starker Saugfähigkeit zuverlässig dafür, dass der Windelbereich trocken bleibt. In der Nacht kommt es seltener zum Auslaufen und trotzdem haben Babys in jeder Situation ausreichend Bewegungsfreiheit. Es gibt Modelle für jedes Körpergewicht in angenehmer Passform.

Besonders praktisch sind Einwegwindeln unterwegs oder auf Reisen, da sie leicht zu verstauen und problemlos zu entsorgen sind. Außerdem sind die meisten Modelle recht dünn, sodass sie unter der Kleidung nicht knubbeln.

Der größte Nachteil von Wegwerfwindeln ist, dass sie viel Müll produzieren. In Deutschland werden pro Tag etwa acht Millionen schmutzige Windeln entsorgt. Hinzu kommt, dass Babys durch das anhaltende Gefühl von Trockenheit möglicherweise nicht mitbekommen, wenn sie urinieren. In manchen Fällen werden sie später sauber oder der Po schneller wund. Empfindliche Babyhaut reagiert möglicherweise sensibel auf das Material von Einwegwindeln. Mit feuchtigkeitsspendender Babypflege können Sie dem jedoch vorbeugen.

Einwegwindel: Unkompliziert und praktisch

Zuverlässig und trocken

Wickeln mit den klassischen Einwegwindeln ist unkompliziert und geht schnell. Sie bieten lange Zeit zuverlässige Trockenheit ohne auszulaufen.