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Was ist Keratin und welche Rolle spielt es für die Haare?

Pflegen, Kräftigen, Glätten: Was können die Proteine?

Der Stoff, aus dem unsere Haare sind, heißt Keratin. Was aber verbirgt sich hinter dem Begriff und machen Shampoo, Spülung und Spray mit dem Faserprotein die Haare wirklich glatter und kräftiger?

Keratin: Was bewirkt das HaarpROTEIN?

Kräftig und glanzvoll: Verantwortlich für das Äußere unserer Haare ist ihre innere Struktur – und die besteht zum Großteil aus Eiweißbausteinen. Was diese sogenannten Keratine leisten, erfahren Sie hier.

Was ist Keratin?

Keratine sind Proteine und die Grundbausteine der Haarfaser. Vorstellen können Sie sich die Eiweißverbindungen so: feinste Fäden, die mehrfach in einander verschlungen sind, sich so zu kleinen Fibrillen (Mikrofibrillen) verbinden und dann wiederum zu Makrofibrillen zusammenlagern. Keratine bauen also die sogenannte Faserschicht (Cortex) auf und füllen den Bereich zwischen Haarmark und Schuppenschicht (Cuticula) aus. 

Jedes Haar besteht zu 90 Prozent aus diesen speziellen Eiweißmolekülen. Der Rest setzt sich aus Wasser, Pigmenten und Lipiden (natürliche Fette) zusammen.

Gut zu wissen: Keratine sind auch in Finger- und Fußnägeln sowie in der Haut enthalten, wo sie Festigkeit und Widerstandsfähigkeit garantieren.

Welche Aufgaben erfüllen Haar-Keratine?

Wie elastisch und widerstandsfähig unsere Haare sind, hängt allein davon ab, wie intakt die Struktur ihres Faserstamms ist. Weil dieser aus Keratinen besteht, haben die Haarproteine eine essentielle Funktion – sind zugleich sehr zugfest und dabei elastisch und biegsam. Sie sind nicht wasserlöslich und weisen eine hohe Beständigkeit gegenüber äußeren Einflüssen auf. 

Achtung, Verwechslungsgefahr: Kreatin und Keratin

Was Keratin und Kreatin voneinander unterscheidet, ist weit mehr als ein kleiner Buchstabendreher: Kreatin ist nämlich eine Substanz der Muskelzellen und wird häufig als Nahrungsergänzungsmittel für Sportler eingesetzt. Kreatin sorgt also für starke Muskeln, Keratin für kräftige Haare.

Haar-Anatomie: Wie sind Haare aufgebaut?

Jedes Haar lässt sich in 3 Schichten unterteilen: Die äußerste Schuppenschicht (Cuticula) besteht aus übereinanderliegenden Hornzellen. Darunter liegt die Faserschicht (Cortex). Sie setzt sich hauptsächlich aus Keratinen zusammen und umschließt die dritte Schicht, das Haarmark (Medulla).

Was beschädigt die Keratinstruktur der Haare?

Obwohl die Haarproteine extrem widerstandsfähig sind, können äußere Strapazen ihnen auf Dauer zusetzen. Kleine Keratin-Lücken entstehen, das Haar verliert langsam an Kraft und Geschmeidigkeit. Bestimmte Styling-Techniken begünstigen diesen Keratinverlust:

  • Dauerwellen: Reduktionsmittel dringen ins Haarinnere und öffnen vorhandene Quervernetzungen zwischen den Keratinketten. Mit jeder Anwendung werden so Proteine und Lipide aus dem Haar gelöst. Die Haare verlieren insgesamt an Reißfestigkeit.
  • Färbungen und Blondierungen sowie alltägliches Styling mit Glätteisen oder Lockenstab schädigen die Keratinschicht ebenfalls.
  • Sonnenlicht: UV-Strahlung kann gerade bei langem Haar über die Jahre hinweg einen Einfluss auf die Struktur haben und den Keratinabbau bedingen. 


Keratin für die Haare: Was bewirken Pflegeformeln mit dem Haarbaustein?

In der Kosmetikbranche kommt Keratin als hochwertiger Inhaltsstoff zum Einsatz. Aus gutem Grund: Shampoos, Spülungen und Haarkuren mit flüssigem Keratin helfen, die gesunde Haarstruktur zu erhalten und beschädigtes Haar wiederaufzubauen. Lücken in der natürlichen Keratinstruktur können geschlossen werden, die Haaroberfläche wirkt gestärkter, glatter und weicher.

Übrigens: Es gibt nicht nur Haarpflege-, sondern auch Haarstylingprodukte mit Keratin. Sie schenken langanhaltenden Halt und schützen das Haar gleichzeitig vor möglichen Belastungen beim Styling.

Wie bedenklich ist Föhnluft?

Setzt das Trocknen mit Föhn der natürlichen Keratinstruktur zu? Bedingt. Der schädliche Einfluss wird zwar meist überschätzt, ist aber nicht ganz auszuschließen. Deshalb gilt: Föhnen Sie lieber bei kühlen Temperaturen und in einem Abstand von mindestens 20 Zentimetern.

Weich, glatt, glänzend: Was ist eine Keratin-Behandlung?

Eine Keratinkur verspricht Glättung mit Langzeiteffekt. Allerdings gibt es unterschiedliche Methoden der Friseur-Behandlung und einiges zu beachten.

Die Keratin-Behandlung: Das Wichtigste in Kürze

  • Effekte einer Keratin-Haarglättung: reduziertes Volumen, geglättete Oberfläche, mehr Glanz und Geschmeidigkeit. Die Haare fühlen sich weicher an und sind einfacher zu stylen. 
  • Die Dauer der professionellen Haarglättung variiert je nach Haarlänge und -menge zwischen 2 bis 4 Stunden.
  • Geeignet für jeden Haartyp – insbesondere für die Glättung lockiger oder krauser Haare. 
  • Bei sehr strapazierten Haaren sollten Sie jedoch von einer Keratin-Behandlung absehen, weil das Arbeiten mit dem Glätteisen und entsprechend hoher Temperatur die Haare weiter schädigen kann.
  • Nach 3 bis 6 Monaten lässt der Glättungseffekt nach, vor allem am Ansatz zeigt sich die Naturwelle langsam wieder.

Keratin-Treatment: Föhnen und Glätten

Um Keratin ins Haarinnere zu schleusen, sind mehrere Schritte notwendig. Die Prozedur beinhaltet wiederholtes Trocknen mit Föhn und Arbeiten mit dem Glätteisen – und verlangt der Kundin etwas Geduld ab.

Haare dauerhaft glätten: Keratinkur beim Friseur

Es gibt unterschiedliche Formen von dauerhaften Keratin-Behandlungen. Im Idealfall informieren Sie sich vorab bei Ihrem Friseur über Verfahren, Inhaltsstoffe und darüber, wie stark das Haar dabei beansprucht wird.

Die Glättung beim Friseur verläuft wie folgt:
  • Mehrmaliges, gründliches Waschen, um Verschmutzungen sowie mögliche Styling- und Pflegerückstände zu beseitigen.
  • Dann wird die Keratin-Packung Strähne für Strähne im trocken geföhnten Haar aufgetragen.
  • Nach einer Einwirkzeit von 10 bis 30 Min. zieht der Friseur die Haarsträhnen durchs Glätteisen, wäscht das Produkt aus und arbeitet eine Haarmaske ein.
  • Abschließend werden die Haare erneut geföhnt und ein weiteres Mal geglättet.

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